Gasverbrauch von Herzkesseln
Ein Brennwertkessel verbraucht weniger Gas
Nachdem Gasheizungen ursprünglich mit einem Konstant-Temperaturkessel ausgestattet waren, der einfach nur das Wasser in der Heizungsanlage auf einer fest eingestellten Temperatur hielt und dabei eine Abgastemperatur von 200 Grad Celsius erzeugte, wurde die Technik verfeinert, indem man Niedertemperaturkessel entwickelte. Der Gedanke war, die hohe Temperatur der Abgase zu reduzieren und stattdessen die in der Heizungsanlage erzeugte Wärme effektiver zu nutzen. Ältere Heizungsanlagen, die noch heute mit der Niedertemperatur-Technik ausgestattet sind, regeln die Temperatur ausschließlich über den Außenfühler. Die Heizungssteuerung errechnet selbstständig die erforderliche Vorlauftemperatur, um das Haus ausreichend zu beheizen. Da diese Technik sehr unflexibel in Bezug auf die tatsächlichen Raumtemperaturen reagiert und gleichzeitig immer noch eine sehr hohe Abgastemperatur von 160 Grad Celsius erzeugen, führten weitere Entwicklungen zur Brennwerttechnik.
Heizungsanlagen, die mit einem Brennwertkessel versehen sind, beziehen die individuellen Innentemperaturen in die Heizungssteuerung mit ein und ermöglichen daher eine flexiblere Heizkurve. Der besondere Vorteil der Brennwertkessel aber ist die bessere Ausnutzung der Abwärme und somit ein geringerer Gasverbrauch. Die Abgastemperatur einer Brennwert-Heizung beträgt lediglich noch dreißig bis fünfzig Grad. Damit verbunden ist eine deutliche Reduzierung des Schadstoffausstoßes der Heizungsanlage. Bis zu elf Prozent weniger Gas benötigt eine Brennwert-Heizungsanlage, da sie den im Abgas enthaltenen Wasserdampf teilweise innerhalb des Brennwertkessels kondensiert und ebenfalls zur Wärmeerzeugung einsetzt. Der Brennwertkessel nutzt also nach dem heutigen Stand der Technik die Abwärme optimal aus, anstatt sie an die Außenluft abzugeben. Dazu dienen Wärmetauscher, die die Rücklauftemperatur der Heizungsanlage erhöhen, so dass weniger Gas benötigt wird, um die Temperaturdifferenz zwischen Rücklauf und Vorlauf auszugleichen.
Besonders gut geeignet sind Brennwert-Heizungsanlagen für Fußbodenheizungen, da diese mit einer geringeren Vorlauftemperatur auskommen und die Differenz zwischen den Temperaturen von Vorlauf und Rücklauf noch einmal geringer ist. Während die Vorlauftemperatur einer Heizungsanlage mit Heizkörpern zwischen 50 und 65 Grad liegt, beträgt sie bei Fußbodenheizungen durchschnittlich 32 Grad.
Die Anschaffungskosten der Brennwertheizung sind höher, als die einer Niedertemperatur-Heizungsanlage. Durch den geringeren Gasverbrauch aber amortisiert sich dieser Mehrausgabe mit den Jahren und schont gleichzeitig die Umwelt, denn eine Heizungsanlage ist immer eine langfristige Anschaffung.
weiter:
- Nachtabsenkung Nachtabsenkung & Thermostatventile Die Gaspreise am Weltmarkt werden...
- Räume richtig temperieren Mit jedem Grad, um das die Raumtemperatur verringert...
- Gasverbrauch – Baden oder Duschen? In den meisten Häusern versorgt die Heizungsanlage nicht...
- Durchlauferhitzer und Stromverbrauch Jederzeit den Wasserhahn aufdrehen zu können und warmes...
- Erdgaspreise Zusammensetzung Für die Berechnung der Erdgaspreise werden viele Faktoren...







