Gasverbrauch – Baden oder Duschen?
In den meisten Häusern versorgt die Heizungsanlage nicht nur den Wohnbereich mit Wärme, sondern auch die Bewohner mit warmem Wasser. Insofern hat der Umgang mit dem warmen Wasser einen direkten Einfluss auf den Gasverbrauch der Heizungsanlage. Für warmes Wasser, das aus dem Speicher entnommen wird, fließt kaltes Wasser nach und muss von der Heizung erwärmt werden. Durchschnittlich entfallen 12,5 Prozent des Gasverbrauchs auf die Warmwasserbereitung. In Haushalten, in denen viel warmes Wasser verwendet wird, erhöht sich dieser Anteil erheblich. Er erhöht sich allerdings auch in Niedrigenergiehäusern und anderen Häusern, die aufgrund einer guten Wärmedämmung wenig Heizenergie benötigen. Daher beträgt der Anteil am Gasverbrauch für die Warmwasserbereitung in einem Niedrigenergiehaus durchaus schon einmal 25 Prozent.
Bei der Berechnung der Heizungskapazität geht man davon aus, dass durchschnittlich rund fünfzig Liter warmes Wasser am Tag für jede Person im Haushalt benötigt werden. Diese Menge mag einem auf den ersten Blick sehr hoch vorkommen, bedenkt man aber, dass das für die meisten Menschen selbstverständliche, tägliche Duschbad allein 35 Liter Wasser verbraucht, so relativiert sich dieser Wert. Manche ziehen der Dusche das Wannenbad vor und genießen es täglich. Je nach Größe der Badewanne werden für ein Wannenbad bis zu 150 Liter an warmem Wasser benötigt. Damit verdreifacht sich beim Badefreund der durchschnittliche Tagesverbrauch schon allein durch das tägliche Vollbad.
Das Duschbad hat aber nicht nur den Vorteil des geringeren Warmwasser-Verbrauchs, sondern ist auch gesünder und hygienischer als ein Wannenbad und mit einer deutlichen Zeitersparnis verbunden. Die Ersparnis beim Gas-Verbrauch durch das Duschen erhöht sich zusätzlich dadurch, dass das Duschwasser in der Regel um einige Grad kühler ist, als Badewasser, da es direkt aus der Leitung auf den Körper trifft, während das Badewasser eine Weile in der Wanne steht und dabei abkühlt.
Die Dusche ist der Wanne aus vielerlei Gründen vorzuziehen. Eingefleischte Bade-Fans sollten daher überlegen, ob sie nicht die regelmäßigen Wannenbäder zugunsten der Dusche reduzieren. Will man aber auf das regelmäßige, entspannende Vollbad nicht verzichten, dann sollte man darüber nachdenken, dass der Wasserverbrauch auch durch die Größe der Badewanne bestimmt wird und sich für eine kleinere Wanne entscheiden.
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